Theorie gegen die Gleichgültigkeit
 



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Mein 20. Geburtstag

Noch genau eine Stunde (-nach kanadischer Zeit-) dauert mein 20. Geburtstag an. Dann ist auch der 23. Juli vorbei (und in Deutschland stehen bereits die ersten auf, um zur Arbeit zu gehen....)
Du fragst, wie er war, mein Geburtstag? Ruhig und schön, ich meine, wer plant schon ‚ne Party in einem Land, in dem gerade zwei ganze Menschen kennen (hey, das sind 2 aus etwa 33 Millionen...^^). Aber was soll’s! Ich hatte einen schönen Tag. Frei nach Epikur versuchte ich heute, all das was Leiden (übertriebene Formulierung für die heutigen Umstände) zu umgehen und stattdessen viele Dinge zu tun, die Freude bereiten. Ein hedonistischer Tag eben.
Den Tag begann ich also vergleichsweise früh, um auch viel davon nutzen zu können (so von wegen „Cape dien“) und nach einem kanadischen Frühstück mit meiner Mom besuchte dann auch gleich die Yoga-Pilates Stunde. Ich war zum ersten Mal dort und war überrascht, wie grazil alte indische Damen sich in die Kobrahaltung begeben können. Ich dache immer, dass ich schon recht gut sei, aber Gelenkigkeit und Disziplin können nicht diese Anmut ersetzen, den die Inderinnen mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung an den Tag legten. Auf dem Heimweg machten meine Mutter und ich noch ein paar Einkäufe bei „Loblaws“ und stellt euch vor: Ich bekam Waschmittel für schwarze Textilien zum B-day geschenkt... Naja, sie hat schon recht, wenn sie sagt, dass ich mir das gewünscht hab. Während der Mittagszeit riefen mich einige an und auch ich rief ein paar Freunde und Verwandte an und nachdem das starke Unwetter einigermaßen vorüber war, kam auch mein Vater (früher als sonst) von der Arbeit heim, damit wir zusammen nach Toronto Downtown fahren konnten. Wir gingen über den Kensigton Market –neben der Harbourfront mein (bisher) Lieblingsstadtteil in Toronto: Richtig bunt, etwas zerfallen, mit vielen jungen (sehr individuell gekleideten) Menschen. Winzige Cafés, Kiffershops, Second Hand Läden mit Armeebekleidung, verstaubte Gitarrengeschäfte und Klamottenläden mit extrem kitschigen rosa Kleidchen quetschen sich hier aneinander, während lauter bunte Seifenblasen durch die Luft schweben und nackte Schaufensterpuppen und Plastikelche Balkone bevölkern...
Abends spazierten wir noch durch „Italy Town“, wo wir schließlich im „Café Diplomatíco“ Antipasti und Pizza aßen. (Bemerkung: Nein, das Restaurant war nicht so schlimm wie sein Name, es waren sogar eine Menge junger sympathischer Menschen darin und die Kellner sahen auch nicht schlecht aus.) Mein Fazit zum Schluss: Für einen runden Geburtstag war es etwa (zu) wenig Stress und ungewohnt, wenn man nicht mal die obligatorischen Geburtstagsküsse von Opa, Oma, Tante bekommt, aber eigentlich war es doch ein schöner Tag und ich konnte mich über viele Dinge freuen, was ich nicht zuletzt auch meinen Eltern zu verdanken habe! Wir hatten lustige Unterhaltungen und mich entscheiden lassen (sogar zu oft für meinen Geschmack). Mark Twain sagte: „Mit Kummer kann man allein fertig werden, aber um sich aus vollem Herzen freuen zu können, muss man die Freude teilen.“ Und genau zu diesem Ergebnis kam ich auch an diesem Tag: Je mehr liebe Menschen da sind, umso mehr erinnert der Geburtstag eben an einen Geburtstag und enthält auch diesen ganz besonderen Geschmack von kindischer Vorfreunde, gemeinsamen Lachen und wildes Durcheinanderreden, Witze über die Vergangenheit und Wüsche über die Zukunft.
24.7.08 17:30





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