Theorie gegen die Gleichgültigkeit
 



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Genie auf Befehl

Dies hier ist meine Glosse fuer Deutsch. Ein frisches, ironisches Meisterwerk, das genauso kritisieren wie belustigen soll – so der Idealfall. Neben einer Frist bis Freitag haben wir auch noch eine Auswahl von Themen, ueber die wir schreiben sollen: Da waere zum ersten das staedtische Gartencenter, in dem ich noch nie gewesen bin und ehrlich gesagt auch gar keinen Grund dafuer sehe, weil ich naemlich keinerlei Drang verspuere, waehrend meines zweimonatigen Aufenthaltes hier in Kapstadt ein Gemuesebeet zu pflanzen. Als Alternative koennte ich ja uebers Fahrradfahren in Kapstadt schreiben. Aha. Okay. Es ist ja nicht so, dass ich nicht Fahrradfahren koennte, aber irgendwie hatte mein Mountainbike keinen Platz mehr im Koffer. Und als drittes Thema waere da das Essen in der Schulcafeteria, das Einzige, von dem ich leider bereits Erfahrungen gesammelt habe. Und zugegeben, es soll ja helfen, ueber seine schlimmen Erlebnisse zu reden, ich bevorzuge da trotzdem lieber die Verdraengungstrategie…
In Ordnung, nachdem ich also feststellen musste, dass ich kein wirkliches Thema habe, wollte ich wenigstens, dass die Glosse, die ich nicht schreiben kann, stilvoll und originell klingt. Was eine gute Glosse ja ausmacht, ist dass sie –neben der Kritik- auch gut unterhaelt. Somit setzte ich mich also hin und wartete auf einen Geistesblitz, auch wenn der Himmel eher nach Sonnenschein als Gewitter aussieht, aber das ist wahrscheinlich normal hier in Suedafrika. Wie Mrs. Hastings uns ja bereits mitteilte, sollten die schriftlichen Examen moeglichst „original, fresh and creativ“ sein. Oder wie unser lieber Friedrich von Schiller schon wusste: „Im Sturm und Drang heisst es, das Genie zu entdecken, dass spontan und unverhofft geistige Erguesse voller Emotion gebaert.“ Auch das noch!
So stand ich also wieder auf und versuchte, spontan zu sein. Als auch dieser Versuch scheiterte , wollte ich wenigstens ein Genie sein-und zwar schnell, schliesslich ist unser Abgabetermin nicht mehr weit! Ich orientierte mich am Vorbild anderer Genies und nahm –ganz wie Achimedes- erst einmal ein Bad. Ganze drei Stunden verbrachte ich im Wasser, ohne geistigen Erfolg, dafuer aber mit schrumpeliger Haut. Danach schuettete ich mir einen Eimer kaltes Wasser ueber den Kopf, genau wie Beethoven es immer tat, wenn er komponieren wollte. Wie man sieht, bin ich jetzt erstens nass und zweitens habe ich erkannt, dass diese Aufgabe der Lehrer, wie so oft, unmoeglich ist. Waehrend sogenannte Lehrkraefte an uns Anforderungen stellen , in einer bestimmten Zeit nach bestimmten Kriterien „fresh and creativ“ zu sein, habe ich zum Beispiel noch nie von so einer lehrenden Kraft verlangt, einen Handstand zu machen und dabei Babysocken in Blassrosa zu stricken. Wobei das ja eigentlich gar keine so schlechte Idee waere,irgendwie unterhaltsam.
Nun, apropos unterhaltsam: Wie man sieht, habe ich nun doch eine Glosse zusammenbekommen, die einen aktuellen Anlass hat, sich auf eine Sache konzentriert, Witz und Ironie beinhaltet und (langsam werd ich richtig arrogant) neben einem unvermitteltem Einstieg auch eine Pointe am Schluss hat.
Naemlich, dass ich trotz Allem ein „Thema verfehlt“ auf meine Glosse bekommen werde. Vielleicht sollte ich anfangen zu stricken...



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